2004

Grundsteinlegung

Unsere Organisation wurde eher spontan ins Leben gerufen, als Liz, eine Erstsemestrige an der Emory University, eines Morgens aufwachte und fest entschlossen war, ein Heim für Straßenkinder in Indien zu gründen. Die Inspiration für dieses Projekt kam aus ihrer Schulzeit in Indien, in der sie mit Straßenkindern arbeitete, wie auch aus den Texten vom Anthropologen, Arzt und Aktivisten Paul Farmer. Innerhalb einer Woche hatte sie ihre Ideen formuliert und eine Gruppe von sechs engagierten FreundInnen und KlassenkameradInnen organisiert, die der erste Vorstand unserer Organisation wurden, und aus einer Idee wurde etwas Konkretes mit klar definierten Zielen.
Nach langer Diskussion über einen passenden Namen wurde die Organisation “Ashraya Initiative for Children” getauft. Ashraya bedeutet “Hoffnung”, “Vertrauen”, “Zuflucht” und “Schutz” auf Hindi und war genau der richtige Name, weil er genau das verkörpert, was wir unseren Kindern bieten wollen.

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Um den Grundstein für die Organisation zu legen, verbrachte Liz den Sommer 2004 in Mumbai, Indien, und wurde dabei von Julia unterstützt. Die beiden lebten in einem Heim für Straßenkinder am Rand von Mumbai, verbrachten die Wochentage mit Arbeit und (Foto)Recherche unter den Straßenkindern, die in Bahnhöfen überall in der Stadt lebten und reisten an den Wochenenden nach Pune, um andere NGOs zu beobachten, den „Charity Commissioner“ zu treffen, Immobilienoptionen zu überprüfen und ein zukünftiges Budget für ihre Ausgaben zu entwickeln. Sie kamen im Herbst zurück in die USA, um an den jeweiligen Universitäten zu studieren. Die beiden und der gesamte Vorstand (alles StudentInnen) arbeiteten dann an den rechtlichen, finanziellen und administrativen Fragen für die Organisation. Der kanadische, österreichische und US-amerikanische Zweig wurden in jenem Herbst gestartet und der amerikanische Zweig wurde im Dezember 2004 offiziell als eine Non-Profit Organisation registriert.