2005 – Wir öffnen unsere Türen

Im Jänner 2005 flog Liz zurück nach Pune. Sie verbrachte den Frühling auf der Suche nach einem geeigneten Zuhause für die Kinder und arbeitete bei einem Drop-In Center für Straßenkinder in der Nähe des Shivaji Nagar Bahnhofs, um so ein besseres Verständnis dafür zu entwickeln, wie eine derartige Organisation logistisch und administrativ funktioniert. Im Mai kamen ihr Amber und Zahra zur Hilfe und die drei durchlebten viele lange Tage, in denen sie die Optionen für nahegelegene Schulen ausloteten, die notwendigen Reparaturarbeiten und Möbel organisierten, sich durch den Bürokratiedschungel arbeiteten und das Haus vorbereiteten, bis sie am Ende jedes Tages erschöpft ins Bett fielen. (Wer hätte gedacht, dass Regale zusammenbauen, Kästen anmalen und Taubennester entfernen so anstrengend sein könnte?)

Ein Monat später hatte sich die harte Arbeit bezahlt gemacht und wir konnten endlich die ersten drei Kinder (Sanjay, Akash und Basraj) in unserem Ashraya Initiative for Children Straßenkinderheim willkommen heißen.

history_2005_2

Wir wollen jetzt nicht vorgeben, dass es keine herausfordernde Zeit für uns als Familie war, nachdem wir alle (Kinder und Erwachsene) erst lernen mussten, uns an die neue Umgebung, den neuen Tagesablauf und – am wichtigsten – aneinander zu gewöhnen. Irgendwie haben wir es ohne größere Probleme geschafft und sind dadurch gewachsen (das sagen wir uns zumindest selbst).
Ungefähr zur selben Zeit außerhalb von Indien, wurde der kanadische Zweig als Non-Profit registriert und der japanische Zweig wurde gegründet.
In unserem Heim nahmen wir im September unser viertes Kind (Geeta) auf und Sangeeta, die Betreuerin unserer Kinder, wurde ca. eine Woche später Teil unserer Familie.